Organisation Studentischer Dachverband

Rechtsform und Aufgaben eines studentischen Dachverbandes

Der studentische Dachverband hat die Rechtsform einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Aufgaben des studentischen Dachverbandes ist die umfassende Wahrnehmung aller studentischen Interessen u.a.:

  • Vertretung der Studenten bei Gesetzgebungsverfahren

  • politische Bildung der Studenten

  • Zusammenarbeit mit anderen Interessenverbänden

Organe des studentischen Dachverbandes

Oberstes Beschlussorgan des studentischen Dachverbandes ist der Bundesstudententag, dem 100 Mitglieder angehören und der mindestens zweimal im Semester tagt. Die Sitzungen werden von einem fünfköpfigen Präsidium geleitet, das vom Bundesstudententag in Verhältniswahl (Sitzverteilungssystem: Hare-Niemeyer) einem neunköpfigen Wahlvorstand.

Der Bundesstudententag bildet einen Haushaltsausschuss, dem 9 Mitglieder des Bundesstudententages angehören. Er kann weitere Ausschüsse bilden, deren Mitglieder ungerade sein muss (mindestens 5 Mitglieder).

Die Mitglieder der weiteren Ausschüsse müssen mit Ausnahme des Vorsitzenden nicht Mitglieder des Bundesstudententages sein. Die Ausschussmitglieder werden nach den Vorschlägen der im Bundesstudententag vertretenen Gruppen (Berücksichtigung des Stärkeverhältnisses nach System Hare-Niemeyer) benannt. Zählgemeinschaften sind zulässig. Der Bundesstudententag wählt außerdem auf deren Vorschlag die Vorsitzenden der Fachtagungen des studentischen Dachverbandes.

Der Bundesstudententag wählt mit absoluter Mehrheit als ausführendes Organ einen siebenköpfigen Vorstand, der die weiteren anfallenden Aufgaben des studentischen Dachverbandes erledigt.

Das Bundesstudentenparlament wählt als vorgerichtliches Streitschlichtungsorgan mit 2/3-Mehrheit einen neuköpfigen Ältestenrat, dessen Amtszeit drei Jahre beträgt. Sofern nicht anders angegeben, beträgt die Amtszeit aller Gremienmitglieder und Funktionsträger ein Jahr.

Wahl zum Bundesstudententag

Die Wahl zum Bundesstudententag wird von einem Wahlkollegium durchgeführt. Jedes Studentenparlament benennt pro angefangene 250 Wähler bei den Wahlen zum Studentenparlament ein Mitglied des Wahlkollegiums. Zusätzlich benennt jedes Studentenparlament ein weiteres Mitglied des Wahlkollegiums (Grundmandat). Die Benennung der Mitglieder des Wahlkollegiums erfolgt an einem Stichtag unter Berücksichtigung des Stärkeverhältnisses der in den jeweiligen Studentenparlamenten (System: Hare-Niemeyer) vertretenen Gruppen auf deren Vorschlag. Zählgemeinschaften sind zulässig. Die Mitglieder des Wahlkollegiums wählen den Bundesstudententag nach den vorliegenden Wahlvorschlägen in geheimer Briefwahl. Wahlvorschläge können von jedem Studenten beim Wahlvorstand eingereicht werden. Sie müssen mindestens drei Wahlbewerber enthalten. Die Wahlvorschläge sind offene Listen, passives Wahlrecht besitzt jeder immatrikulierte Student. Die Wahlvorschläge bedürfen der Unterstützung durch ein Mitglied des Wahlkollegiums. Jedes Mitglied des Wahlkollegiums kann nur einen Wahlvorschlag unterstützen. Die Mitglieder des Bundesstudententages können sich bei Verhinderung von Listennachfolgern vertreten lassen.

Finanzierung

Zur Finanzierung des studentischen Dachverbandes führt jede Studentenschaft pro Mitglied den Betrag DM 1,- pro Jahr an den Dachverband ab. Andere Finanzierungsmöglichkeiten bleiben unberührt.