Hochschulpolitik

Als Junge Liberale fordern wir an verschiedenen Stellen Verbesserungen in der deutschen Hochschullandschaft. Die folgenden Punkte liegen uns dabei besonders am Herzen:

Überprüfung des Prioritätslistenverfahrens!

Die Studienplatzvergabe sollte ausschließlich im Benehmen der Hochschule liegen. Eine Hochschulübergreifende Zusammenarbeit bei Studiengängen, die in ähnlicher Ausformung an unterschiedlichen Hochschulen angeboten werden, ist auch aus Bewerberfreundlichkeit zu begrüßen. Die Qualität eines Zulassungsverfahren ist an dessen Aufwand, der zügigen und vollständigen Vergabe aller Plätze und der bestmöglichen Auswahl der Bewerber anhand deren Eignung und Interessen zu bewerten.

Bekenntnis zum Deutschlandstipendium

Die Anzahl an Deutschlandstipendien bleibt hinter den Erwartungen zurück. Die Universitäten müssen aktiv auf Unternehmen und Privatpersonen zugehen, um Stipendien einzuwerben. Die Jungen Liberalen fordern zudem eine Aufstockung der finanziellen Mittel und eine strukturelle Weiterentwicklung, die sowohl Promotionsstipendien einschließt als auch die Zahl der Bewerber erhöhen soll. Die Promotionsförderung soll sich an der Förderung Begabtenförderungswerke orientieren.

Student-Meal-System etablieren

Wir möchten ein Student-Meal-System nach slowenischem Vorbild in Deutschland ermöglichen. Kernstück dabei ist die Möglichkeit der Umstellung der Angebotsstruktur für studentisches Essen. Das bisherige Primat der Einrichtungen des Studentenwerks, der subventionierten Mensen und Cafeterien, kann zu Gunsten privater Restaurants, Imbisse und Lieferdienste im Umfeld der Universität aufgehoben werden. Nach Aufnahme in das System sollen die Anbieter speziell für Studenten kostengünstige und teilweise subventionierte Essen anbieten, die Mensen sollen ihren Betrieb als ein Anbieter innerhalb des Systems unverändert fortsetzen. Durch den damit entstehenden Wettbewerb erwarten wir eine Entlastung der zum Teil überfüllten Mensen und günstigere Preise für Angebote, die bisher nicht durch das Studentenwerk abgedeckt werden. Langfristiges Ziel muss dabei die schrittweise Rückverlagerung der zentralen staatlichen Subventionsgelder in die Hände der Studenten sein. Dafür sollen die bisher gezahlten mittelbaren Fördergeldzahlungen stückchenweise in unmittelbare Direktinvestitionen für jeden Studenten zur freien, eigenen Verfügung umgewandelt werden. Dies schafft Wahlfreiheit und stärkt das Individuum vor dem Staat – ohne jedoch zu Geldverlusten in den studentischen Haushalten zu führen.