Freigabe von Cannabisprodukten

  1. Freigabe von Cannabisprodukten

Die Jungen Liberalen halten an der Forderung nach der Freigabe von Cannabisprodukten als Genussmittel fest.

  1. Ablehnung der Apothekenlösung der schleswig-holsteinischen Ges.min. Heide Moser

Die Jungen Liberalen lehnen die von der schleswig-holsteinischen Gesundheitsministerin Heide Moser angeregte Abgabe von Cannabisprodukten über Apotheken auf Grund derer Bedeutung und Funktion im deutschen Gesundheitswesen ab.

  1. Lösungsansatz über staatl. lizenziertes Vertriebssystem

Die Jungen Liberalen halten dagegen die Einrichtung staatlich lizenzierter Stellen zur Abgabe von Cannabisprodukten für eine sinnvolle Lösung.

Die Erteilung einer entsprechenden Lizenz setzt den Nachweis von Kenntnisse bezüglich der Wirkungen, Produktion und der Verarbeitung von Cannabispflanzen voraus.

Sie umfasst die Berechtigung, die zum Zwecke der Abgabe in der lizenzierten Stelle erforderliche Menge an Cannabispflanzen anzubauen und zu verarbeiten. Darüber hinaus ist dem Lizenznehmer der Import der Stoffe über ausschließlich legale Bezugsquellen im Ausland zu ermöglichen.

Die Qualität der angebauten Pflanzen und der angebotenen Produkte wird von zuständigen Stellen (denkbar wäre hier das Gesundheitsamt) regelmäßig kontrolliert.

Konzepte zur Verhinderung von Drogenballungszentren im Umfeld der Abgabestellen sind zuvor zu erarbeiten und zu erproben.

Eine ausführliche und sensible Aufklärungsarbeit über das gesundheitliche Gefährdungspotenzial von Cannabisprodukten und den Zusammenhang von fehlender Markttrennung und Abhängigkeit von "harten Drogen" ist mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf durchzuführen, um eine breitere Akzeptanz zu erreichen.

  1. Langfristige marktwirtschaftliche Freigabe

Nach positiven Erfahrungen mit dieser Übergangslösung erfolgt eine rechtliche Gleichstellung von Cannabis mit Alkohol."