„Lasst uns in die Zukunft investieren!“

Die Digitalisierung ist ein zentraler Bestandteil in den Wahlprogrammen von uns Jungen Liberalen und der FDP. Unser Praktikant Arthur hat sich deswegen zu der Internet-Infrastruktur Gedanken gemacht.


Du kommst aus einem kleinen Kaff nahe einer Kleinstadt. Du hast dich mit deinen Freunden ins Café verabredet und fährst mit dem Bus in die Stadt. Der Bus schlängelt sich durch schöne Wälder entlang eines Flusses in einem winzigen Tal. Während der Busfahrt erfährst Du über WhatsApp, dass ihr euch doch im Ratskeller treffen wollt. Kein Problem, dann halt eine Station später aussteigen. Mit Musik in deinen Ohren, die Du über Spotify streamst, steigst Du aus und gehst in den Ratskeller. Deine Freunde sind schon da, Du begrüßt sie und ihr beginnt euch zu unterhalten. Ein Freund von Dir hat ein cooles Video auf YouTube gesehen und möchte es euch zeigen. Obwohl ihr im Keller seid, ist dies kein Problem: Es gibt freies WiFi. Nach einem schönen Abend gehst du nach Hause und hast Lust ein neues Spiel zu spielen, also kaufst Du dir eines und lädst die 60 Gigabyte in unter zehn Minuten runter. Der Spielspaß kann beginnen – oder auch nicht.

Das war leider nur eine Vision, die aktuelle Situation sieht ganz anders aus.  Auf dem Land hat man zumeist nur EDGE, von LTE ist sogar in der Kleinstadt nichts zu sehen. In Tälern gibt es überhaupt kein Netz. Und wenn man doch mal LTE hat, ist das teure Datenvolumen schnell verbraucht. Offene WLAN-Netzwerke gibt es kaum. Zu Hause gibt es zwar das Heimnetzwerk, aber wenn ein Mitbewohner sich ein Video anschaut, kann man keine Website mehr laden. Und das schlimmste an diesem Trauerspiel: Es geht auch jetzt schon anders, leider aber nicht in Deutschland.

Schauen wir uns unsere europäischen Nachbarn an. In Österreich hat man auch auf dem höchsten Berg und im tiefsten Tal LTE, in den Niederlanden würde nie das Problem auftreten, dass man auf der Autobahn auf einmal keine Verbindung mehr hat, und in Polen sind Datentarife viel günstiger zu haben. Beim Glasfaserausbau ist Litauen Vorreiter und hat 45% aller Haushalte mit schnellstem Internet über Glasfaser angebunden. Es geht also auch anders.


„Eine Investition in die zukunt ist stets lohnenswert.“


Und dennoch hört man oft Kritik am Ausbau. Wer braucht schon einen schnelleren Download als 50 Mbit/s? Das geht auch mit VDSL. Und der Ausbau kostet doch eh zu viel! Den Kritikern sei gesagt: Es ist wohl richtig, dass man mit einem Download von 50 Mbit/s locker drei 4K-Streams parallel laufen lassen kann. Doch kann man die Qualität des Streams und damit die Datenmenge noch steigern, wenn man noch größere Bandbreiten zur Verfügung hat. Außerdem ist unser Leben digital geworden. Vor allem junge Menschen benutzen viel das Internet und all die Vorzüge, die es einem bietet. Durch einen Ausbau der Internet-Infrastruktur kann man überall schnell an Informationen kommen oder auch an der neusten Umfrage in unserer Gamification-App teilnehmen.

Des Weiteren bedeutet ein besseres Breitbandnetz auch einen Standortvorteil für Unternehmen, auch für die, welche nicht unbedingt im IT-Bereich tätig sind. Viele Zukunftstechnologien, bei denen es an den jungen und zukünftigen Generationen liegt, sie zu entwickeln, basieren auf einem großen Datenaustausch und benötigen somit die beste Infrastruktur. Und zur Kostenfrage sei gesagt: Eine Investition in die Zukunft ist stets lohnenswert. Außerdem kann der Staat in Regionen, in welche private Unternehmen nicht investieren wollen, nachhelfen, indem er dessen Anteile an der Deutschen Telekom verkauft und den Erlös zur Förderung des Internetausbaus in jenen Regionen verwendet.


„Wir dürfen uns nicht von der Internationalen Konkurrenz abhängen lassen“


Das alles ist aber erst der Anfang. Es gilt weiterhin, wachsam zu sein und neue Technologien nicht direkt abzutun und zu verteufeln, sondern ihnen mit Interesse entgegenzutreten. Denn Deutschland hat viel Potential, es liegt in dessen Bürgern und denen, die es werden wollen. Wir dürfen uns nicht von der internationalen Konkurrenz abhängen lassen, sondern müssen als Fortschrittmacher ein Beispiel für andere Nationen werden. Sonst wird Deutschland verlieren.


Arthur Borecki

Praktikant in der Bundesgeschäftsstelle

Abiturient

Aufgaben
- Inhalte für die Gamification-App
- Design für den Bundeskongress
- Erstellen von Videos für die JuLis
Jahrgang
1999
Und sonst so?
Arthur macht momentan ein Gap Year.
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