Berlin. Zu den Äußerungen des Bundeswirtschaftsministers Michael Glos, den Kündigungsschutz zu lockern und nach dänischem Vorbild auszurichten, erklärt der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen (JuLis), Johannes VOGEL heute in Bonn:
„Herr Glos hat sich in seiner bisherigen Amtszeit als Bundeswirtschaftsminister nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Umso mehr erfreut mich sein sinnvoller Vorstoß zur Lockerung des Kündigungsschutzes. Gerade die kleineren Staaten in Europa machen uns vor, wie man trotz verschärftem internationalen Wettbewerb mehr Menschen in Arbeit bringt. Bei manchen scheint das immer noch nicht angekommen zu sein. Einige Gewerkschaften und Arbeitnehmerverbände verfallen offenbar reflexartig in Klassenkampfrhetorik und beschwören Weltuntergangsszenarien, anstatt überhaupt erst einmal über den Vorschlag nachzudenken! Das heutige Wirtschaftsleben erfordert eine größere Flexibilität. Ein Unternehmen wird mehr Menschen bei guter wirtschaftlicher Lage einstellen, wenn es weiß, dass es die Mitarbeiterzahl in einer schlechten wirtschaftlichen Lage auch wieder reduzieren kann. Wenn ein starrer Kündigungsschutz dies nicht zulässt, werden keine Mitarbeiter eingestellt oder eben nicht in Deutschland. “
VOGEL weiter: „Niemand kann den Menschen heute mehr versprechen, dass sie ihren Arbeitsplatz ihr Leben lang behalten. Wie sollten uns darauf konzentrieren ihnen stattdessen versprechen zu können, dass sie immer schnell einen neuen bekommen. Die gegenwärtige Ausgestaltung des Kündigungsschutzes wird diesem Anspruch nicht gerecht. Anstatt eines dauerhaften Anspruchs auf einen bestimmten Arbeitsplatz sollte der gesetzliche Kündigungsschutz zuvorderst der kurz- und mittelfristigen Planbarkeit des Arbeitnehmers dienen. Die allermeisten Regelungen des Kündigungsschutzgesetztes sind nicht mehr zeitgemäß und gehören vollständig abgeschafft. Über die Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches hinaus ist jedoch eine sich mit jedem Jahr der Betriebszugehörigkeit erhöhende Kündigungsfrist bis zu einer Obergrenze nötig. Diese Regelung stärkt die Planungssicherheit der Arbeitnehmer.“
Verantwortlich i.S.d.P.: Moritz Kracht, JuLi-Pressesprecher
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Weiter wird ein Unternehmen bei besserer wirtschaftlicher Lage nicht mehr Leute einstellen, denn die Profitgier ist bei jedem Unternehmen unverkennbar.
Meiner Meinung nach sollte der Kündigungsschutz verschärft werden und auch für Minijobber eingeführt werden um das Franchising zu unterbinden. So muss man die Menschen auch nicht aus ihrem gewohnten Umfeld heraussreißen.
Außerdem sollten Unternehmen, je nach Branche, ab einem geiwssen Jahresgewinn eine Richtlinie bekommen wieviel Arbeitsplätze es für die Gesellschaft und wieviele Ausbildungsplätze es anbieten muss. Hier muss jedoch beachtet werden, dass Wachstum und Bestehen dieses Unternehmens nicht in Gefahr geraten.
Du schreibst "Weiter wird ein Unternehmen bei besserer wirtschaftlicher Lage nicht mehr Leute einstellen, denn die Profitgier ist bei jedem Unternehmen unverkennbar." und
"Außerdem sollten Unternehmen, [...]eine Richtlinie bekommen wieviel Arbeitsplätze es für die Gesellschaft und wieviele Ausbildungsplätze es anbieten muss."
Damit erledigt sich fast jegliche Antwort. Das, was Du da vorsschlägst nennt sich dann Planwirtschaft und ist schon in der DDR und in zahlreichen anderen kommunistischen Systemen gescheitert!
Wir JuLis stehen für die soziale Marktwirtschaft, staatliche Vorgaben an Unternehmen, wie Du sie haben willst, sind mit uns nicht zu machen!
ich wollt euch ja auch nicht von meinem Standpunkt überzeugen sondern lediglich etwas zu dem o.g. Text schreiben.
Aber zu deinem Beitrag. Du sagst "[...] was Du da vorsschlägst nennt sich dann Planwirtschaft und ist schon in der DDR und in zahlreichen anderen kommunistischen Systemen gescheitert".
Eine vollkommene Planwirtschaft würde bedeuten, dass auch Angebot und Nachfrage vom Staat geregelt werden. Das ist das letze was ich möchte, denn das führt auch zum Chaos. Mein Standpunkt war nur, dass eine Lockerung des Kündigungsschutzes nicht zu mehr Arbeitsplättzen führen wird und das die Unternehmen eine Richtlinie bekomme wieviel Stellen sie ab einem gewissen Jahresgewinn ausschreiben müssen. SO ähnlich haben wir das ja schon bei Behinderten. Denn in dem Thema gibt es auch eine Richtlinie, dass ein gewisser Prozentsatz der Mitarbeiter "behindert" sein "muss".




