Die schwarz-gelbe Regierung distanziert sich in einem Brief an Bundespräsident Köhler vom Zugangserschwerungsgesetz der Großen Koalition. Dieses sah eine Sperrung von Internetseiten mit kinderpornographischem Inhalt vor. Die Effektivität der Sperren ist höchst umstritten und die Technik ein Einstieg in eine Internet-Zensur-Infrastruktur. Eine drastische Ausweitung auf weitere Bereiche wäre zu befürchten gewesen. Die FDP hat der Zensur von Internetseiten aber nun eine klare Absage erteilt und somit ein zentrales Wahlversprechen im Bereich der Bürgerrechte eingelöst.
Die JuLis haben sich von Beginn an konsequent gegen eine Internetsperre gestellt. „Zensur und Sperren bergen unglaubliches Missbrauchspotential. Zudem werden findige Nutzer immer einen Weg finden diese Sperren zu umgehen“, so Johannes, „Dank der FDP wird Freiheit im Netz wieder groß geschrieben.“
In Zukunft soll kinderpornographischen Seiten nach dem Prinzip „Löschen statt Sperren“ der Kampf angesagt werden, ohne dass es, wie bei Sperrlisten, zu einer Netzzensur kommen kann.
Zukünftig soll die „Stiftung Datenschutz“, die auf Druck der FDP im Koalitionsvertrag festgeschrieben wurde, u.a. für Datensicherheit im Netz sorgen und unnötige Internetzensur verhindern.
Diskutiere mit uns!
Du kannst davon ausgehen, dass die FDP keine halben Sachen machen wird. Eine Stellungnahme wird mit Sicherheit folgen. Jedoch kannst Du nicht erwarten, dass sich eine Regierungspartei sofort zu allem und jedem äußern kann.
Mach Dir also keine Sorgen! Das Schicksal des Internets ist in den Händen der FDP und der JuLis bestens aufgehoben.
Liebe Grüße
Leslie Pumm
Warum immer und immer wieder das Kind aus dem Brunnen holen um es danach wieder hinein zu stoßen?
Sinnvoll wäre es, das Thema Grundgesetz anzusprechen. Politiker sollten hier bei ihren Planungen zu Gesetzen und vor allem bei ihren Aussagen in der Öffentlichkeit viel stärker sensibilisiert werden. Ansonsten wächst das ohnehin große Misstrauen nur noch weiter und der Eindruck, das Grundgesetz ist für Politiker nur eine Hürde und kein Hindernis wird nur noch weiter gefestigt.
Es wäre doch zu schön, wenn ein Verweis in dieser Richtung genügen würde, um solche sinnlose Gesetzesentwürfe entgegenzuwirken. Leider sieht hier die Praxis anders aus und jede andere Partei versucht die Inhalte für sich umzuinterpretieren.
Umso mehr freue ich mich, dass meine Partei hier ein wachendes Auge darauf hält !
Hallo! Es bringt rein gar nichts den Versuch zu wagen, vorhandene Proble mit Verboten zu beseitigen. Wann wird das endlich mal kapiert ?
Daher liebe FDP : Weiter so !
So etwas beliebig allgemeines wie "das Internet ist in den Händen von XY bestens aufgehoben" kann ja wirklich jeder schreiben, das wird von CDU bis Piratenpartei sicherlich jeder auch für sich beanspruchen.
eine öffentliche Äußerung zum JMStV ist deshalb noch nicht wirklich sinnvoll, weil noch gar kein abschließender Entwurf davon vorliegt und alle Kritik damit lediglich auf Spekulationen beruht.
Natürlich sind wir über unsere Landtagsfraktionen im Hintergrund natürlich an diesem Thema dran. Im Übrigen ist das ja kein wirkliches Bundesthema, was allein daran deutlich wird, dass der Entwurf federführend von der rheinland-pfälzischen (SPD-geführten) Staatskanzlei erarbeitet wird. Dass deren Entwurf aus dem vergangenen Dezember mit der neuen Definition des Anbieterbegriffses offensichtlich übers Ziel hinaus geschossen ist, dürfte den Damen und Herren hoffentlich klar geworden sein. Wir haben bereits auf entsprechende Verbesserungen gedrungen und werden auch weiterhin sehr genau hinsehen, wie die nächsten Entwürfe aussehen werden.
Zuständig in der FDP-Bundestagsfraktion ist übrigens unser JuLi-MdB Sebastian Blumenthal:
http://www.sebastian-blumenthal.de/
Back to Topic: Es gibt schlechte Nachrichten: Bundespräsident Köhler hat das Websperren-Gesetz heute unterschrieben, um wirklich von euch behaupten zu können Internetzensur verhindert zu haben sollte möglichst schnell ein neues Gesetz her, das auf Sperren verzichtet.
Zur Unterzeichung des Zugangserschwerungsgesetzes durch den Bundespräsidentener klärte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger: "Der Weg ist jetzt frei, um sich klar und endgültig von Netzsperren zu verabschieden. Die Bundesregierung hat sich auf das end gültige Aus für Netzsperren in ihrer Stellungnahme gegenüber dem Bundespräsidenten verständigt. Jetzt wird schnell eine neue Regelung auf den Weg gebracht, die dem Grund satz Löschen statt Sperren entspricht."
Im Interview mit der Wirtschaftswoche betonte die Ministerin: "Der Schlüssel ist eine enge internationale Zusammenarbeit." Bei der Löschung ausländischer Seiten mit kinder pornografischem Inhalt setze man auf die Internet-Beschwerdestelle INHOPE. In Fällen von Wirtschaftskriminalität im Internet lösche INHOPE die Seiten innerhalb weniger Stunden. "Von diesem innovativen Ansatz kann die neue Bundesregierung lernen."





